Oh nein, nicht schon wieder...

by chris_10  

...ein Furunkel...im Januar habe ich das erste Mal Bekanntschaft mit dieser lästigen und schmerzhaften Entzündung gemacht. Damals direkt auf Knöchelhöhe an der Achillessehne. Somit kann ich eigentlich von Glück sprechen, denn in diesen Tagen hat es mich einige Zentimeter weiter oben an der Wade erwischt. Das hat zumindest den Vorteil, dass ich nicht komplett barfuss laufen muss, da der Furunkel eine heftige Schwellung verursacht und mir im Januar kein Schuh mehr gepasst hat. Allerdings ist es auch wie zuletzt äußerst schmerzhaft, überhaupt zu laufen. Hinzu kommt, dass Dauerkopfschmerzen scheinbar die Begleiterscheinung dieses eitrigen Pfropfens sind.

Laut Wikipedia treten Furunkel meist spontan und ohne erkennbare Ursachen einzeln oder gehäuft auf. Es können aber auch andere Hautkrankheiten oder scheuernde Kleidung als Verursacher in Frage kommen. In meinem Fall ist der erste Furunkel damals tatsächlich nach einer langen Wanderung im Wald in den Gummistiefeln gewachsen.

Der jetzige allerdings, und das ist wirklich offensichtlich, resultiert aus einer Kratzattacke, die ich vor einigen Tagen hatte. Dabei habe ich auch eine kleine Pustel an meiner Wade aufgekratzt aus der dann schließlich dieses Monster geworden ist.

In Deutschland hatte ich noch nie zuvor so etwas gesehen, aber hier in Costa Rica ist das eine sehr häufige Erkrankung. Fast jeder hatte schon mal so einen Furunkel. Und wenn man in hat, wartet man so lange, bis er reif ist und versucht den Eiter rauszuholen. Um die Reifung zu beschleunigen, gibt es hier die Methode, eine Blatt Chili z.B. über Nacht auf den Furunkel zu legen.

Eine uns eher geläufige Therapie scheint dagegen eine gefäßerweiternde Salbe, die im frühen Stadium eine narbenfreie Heilung herbeiführen kann. Darüber hinaus soll es möglich sein, mit sogenannten Autovakzinen als einer Art Impfung für Furunkel-Chroniker wie mich vorzusorgen und zukünftige Entzündungen dieser Art zu vermeiden.

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