Wie die Suche begann

by 14 katja
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Ich möchte euch mitnehmen auf eine Reise. Eine Reise, die bereits vor dreieinhalb Monaten begann und doch finde ich jetzt erst die Worte euch zu berichten, euch teilnehmen zu lassen an meinen Entdeckungen, Herausforderungen und Veränderungen.

Die Reise nahm eigentlich schon ihren Anfang mit meiner Wahl Biologie zu studieren um der Faszination und Neugier am Leben, die ich bereits seit meiner frühestens Kindheit hege, weiter auf den Grund zu gehen. Mittlerweile bin ich 29 Jahre alt und diplomierte Biologin – die Faszination und das Staunen über das Leben und die Natur sind geblieben, jedoch hat sich eine wachsende Besorgnis dazugesellt. Eine Besorgnis, mit welcher Leichtfertigkeit wir mit diesem besonderen Geschenk Leben umgehen – mit unserem eigenen und dem von anderen. Dabei beziehe ich ausdrücklich Menschen, Tiere, Pflanzen und all die anderen Lebensformen mit ein, denn das eine habe ich für mich verstanden – es hängt alles zusammen, ob direkt oder indirekt sind die auch noch so unterschiedlichsten Lebensräume innerhalb der Biosphäre miteinader verbunden. Umso mehr heutzutage, in der Bananen aus Lateinamerika/der Karibik (70 % des weltweiten Bananenexports, 2. Platz für Costa Rica), Weihnachtsschmuck aus China (über 60 %), die Kleidung aus Einsturz gefährdeten Textilfabrik in Bangladesch usw. stammen.

Es wird global gewirtschaftet, doch gefühlt und gedacht wird immer noch national nach dem Motto - Hauptsache der eigene Vorgarten ist sauber. Doch welchen Dreck wir mit unserer Lebensweise irgendwo da draussen in der Welt verursachen, entzieht sich oftmals unserem Blick - ob gewollt oder ungewollt. Die Konsequenzen jedenfalls werden alle tragen müssen, die einen früher bzw. sind schon längst dabei, die anderen später.

Um eben mit dieser Denkweise zu brechen, ans andere Ende der Produktionskette zu gehen und eine andere kulturelle Perspektive kennenzulernen, waren dann unter anderem Motivation den europäisch geprägten Dunstkreis zu verlassen. Mit dem Wunsch im Bereich Umweltschutz für mindestens ein Jahr in Lateinamerika tätig zu werden, fand ich in Pro Regenwald e. V. eine kleine, jedoch sehr engagierte Organisation, die mir die Möglichkeit gab, meinen lang gehegten Traum zu erfüllen.

Und so begann meine Reise nach Costa Rica auf der Suche nach Ideen und Ansätzen, in meinem persönlichen Leben und in meiner Arbeit zusammen mit anderen Menschen Wege des Miteinanders zu finden, in der die Kosten der Nutzung von Naturressourcen gerecht verteilt werden und ein Verständnis erwächst, das ein nachhaltiges Zusammenleben in und mit der Natur letztlich unser eigenes Überleben sichert. Auch wenn es mir wahrscheinlich schwer fallen wird bei meinen Berichten meine europäische Kulturbrille abzunehmen, so werde ich es zumindest versuchen, und meine Erfahrungen und Entdeckungen mit euch teilen.

Welche Informationen finde ich eigentlich vor meiner Reise über diesen kleinen zentralamerikanischen Staat?
Ein Land etwa der Grösse Niedersachsens mit rund 4,3 Mio. Einwohnern, wobei 2/3 davon im klimatisch begünstigten Hochland leben, in der auch die Hauptstadt San José liegt. Rund 90 % der Ticas und Ticos, wie sie sich auch selber bezeichnen, sind Anhänger des christlichen Glaubens. Der Anteil der indigenen Bevölkerung ist vergleichsweise zu anderen lateinamerikanischen Ländern mit 2,4 % (Bribri, Brunca, Maleku, Chorotega) gering. Seit 1889 wird Costa Rica demokratisch geführt und im Jahre 1949 wurde das Militär abgeschafft.

Und wie steht es um die Natur in Costa Rica?
Das Land deckt über 90 % seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen (D: 12%) und mehr als ein Viertel der Landesflächen stehen unter strengem Naturschutz (D: 4%). Wichtigste Quelle für Devisen ist der Tourismus, wobei hier vor allem der sogenannte Ökotourismus eine wichtige Rolle spielt. Costa Rica wird als Vorreiter im Bereich Umweltschutz gepriesen mit der ergeizigen Zielsetzung der CO2-Neutralität bis 2021.

Ich bin sehr gespannt, wie viel mehr ich vor Ort erfahren werde. Vor allem interessiert mich, wie all diese Fakten gelebt werden bzw. das Leben hinter diesen Zahlen aussieht.

Also bis bald, denn die Reise beginnt......

Quellen:
(1) Mirko Ellrich, Wiebke Hebold; Geographie Infothek; Klett-Verlag; Leipzig 2012
(2) Stefan Gutbrunner; Costa Rica: Mehr als nur Banane; 21. April 2014
(3) Oliver Wainwright; Santa's real workshop: the town in China that makes the world's Christmas decorations; The guardian; 19. Dezember 2014
(4) http://www.ticopedia.de/
(5) http://liportal.giz.de/costa-rica/
(6) http://www.auswaertiges-amt.de/
(7) http://www.umweltbundesamt.de
(8) http://www.bfn.de/

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