Politische Schule bei Fedeagua

by 14 philipp
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Ein neues Jahr hat begonnen und damit auch ein neues Großprojekt bei Fedeagua, der Organisation, in der ich mein Freiwilligenjahr hier in Costa Rica absolviere. Das angesprochene Großprojekt ist eine politische Schule, die hier auf der Finca von Fedeagua stattfinden wird. Dafür ist bei uns Esteban, ein 35-jähriger Tico, mit seinen zwei Hunden Istli und Kahn eingezogen.

Esteban arbeitet bei dem Projekt als Koordinator und soll mit William, Simon und mir die nötigen Voraussetzungen für die angesprochene Schule schaffen. Im Klartext heißt das: Wir müssen unsere Finca für 50 Leute, die jede Woche kommen werden, umgestalten. Der Arbeitsplan dafür beinhaltet, dass wir einige Kieswege verlegen müssen, den schon bestehenden Brunnen nutzbar machen und die Rancho (Eine größere Hütte auf dem Gelände, in der dann unterrichtet wird), sowie die Herberge (Haus in dem die Schüler schlafen werden) fast komplett renoviert werden müssen. Diese Herkulesaufgabe mit vier Personen in gut einem Monat zu bewältigen ist fast unmöglich, doch wir haben diese Woche damit angefangen und wir zählen auf die Unterstützung von weiteren Freiwilligen der Linkspartei Frente Amplio.

Doch erstmal will ich ein bisschen über das Projekt ansich erzählen: Vorgesehen ist, dass ab dem ersten März jede Woche Gruppen von bis zu 50 Personen auf das Gelände von Fedeagua kommen, und dort von zwei Lehrer unterrichtet zu werden. Die Themen, die den Schülern nähergebracht werden sollen, sind weitflächig und reichen von klar politischen, wie zum Beispiel: Welche Rechte habe ich als Costaricaner und wie kann ich diese verteidigen/nutzen, bis hin zu ökologischen Themen, wie kann ich nachhaltig, ohne Pestizideinsätze anbauen? Eine wichtige Komponente des Projektes ist, dass die Leute ihr neu gewonnenes Wissen dann an Personen aus ihrem Umkreis vermitteln. Nach drei Monaten ist ein zweites Treffen geplant, in dem man sich über aufgetretene Probleme und Erfolge austauschen kann und sich so die Schule weiter verbessern kann.

Die Schülergruppen die am Programm teilnehmen, sind Leute aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen, so dass ich gespannt bin, wie die Lehrer ihren Unterricht für alle verständlich und spannend gestalten. Bis zum Beginn der politischen Schule ist es nicht mehr weit, doch ich sehe dem Projekt positiv entgegen, da es einen Aufschwung gibt und hoffentlich einen Wandel für die Organisation und die Finca zum Besseren bedeutet.

Zusammen mit Esteban, konnten wir endlich den ganzen Müll, der sich über viele Jahre angesammelt hat, entsorgen. Dabei haben wir gleich die Gelegenheit genutzt, dass er ein Auto hat, mit dem wir die wiederverwertbaren Teile, wie Plastikflaschen, Glas und Dosen zum Recyceln gebracht haben. In der Rancho haben wir schon begonnen die angenagten Pfähle zu ersetzen und durch die Förderung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, können nun auch Großprojekte, wie die Renovierung der Herberge durchgeführt werden. Das ist auch bitter nötig, denn diese verfällt seit einigen Jahren, da sie kaum von Menschen genutzt wird und sind anstelle derer Fledermäuse und Termiten eingezogen sind, die ihre Spuren hinterlassen. Wegen des aggressiven Kots der fliegenden Säuger, der sich mittlerweile durch das Holz geätzt hat, muss der ganze Boden der Herberge abgeschliffen werden, und durch den Hunger der Termiten sind viele Bretter höchstens als Feuerholz noch nutzbar.

Doch wir geben unser Bestes und hoffen, dass wir in einer großen Aktion mit vielen Freiwilligen, den Hauptteil der Renovierungsarbeit in einer Woche schaffen können und so rechtzeitig bereit sind, Anfang März die erste Gruppe auf der neuen Finca aufnehmen zu können.

BlogNo:02

1 comment

Comment from: Karla [Visitor]

Das klingt nach ja nach echt anstrengenden Wochen für euch…
Werdet ihr an den Kursen auch teilnehmen?

15-02-17 @ 15:54