Más feminista que otra cosa

by 13 fania  

Der Vorteil im städtisch geprägten Teil von Costa Rica zu leben, besteht darin, näher an Kunst und Subkultur zu sein. In den letzten Jahren kam ich öfter mit der queeren Szene in Brandenburg und Berlin in Kontakt und wurde durch mein Zusammenleben und -treffen mit Menschen, die sich kritisch mit patriarchalen Strukturen und dem konventionellen Rollenverständnis auseinander setzen, sensibilisiert.

Besonders bereichernd empfand ich die Solidarität zwischen den verschiedensten Menschen auch über kulturelle Hintergründe hinweg und das Zusammenwirken von Initiativen mit den unterschiedlichsten Arbeitsschwerpunkten war besonders spannend. Die feministisch-emanzipatorischen Bewegungen stehen nach meiner Einschätzung nach weltweit in regem Austausch, da Solidarität an Ländergrenzen natürlich kein Halt macht.

Durch das nahe Ende meines Freiwilligendienstes habe ich leider nicht mehr ausreichend Zeit einen tieferen Einblick in die Szene hier in Costa Rica zu erhalten. Zumindest durch eine Internetrecherche zu gay_lesbian_queeren Bewegungen und dem Besuch eines feministischen Rapkonzerts konnte ich einen kleinen Funken verspüren. Ein Funken, der durch die Musik von Rebeca Eunice Vargas alias Rebeca Lane an einem Abend des Monats Februar ein Feuer entflammte.


Künstlerin Rebeca Lane (Quelle: www)

Rebeca ist in „La Ciudad de Guatemala“ geboren. Sie ist als Solokünstlerin unterwegs, sowie hat sie sich mit dem dem „Colectivo Última Dosis“ zusammen gearbeitet. Neben ihren Auftritten bei verschiedensten Hip Hop Festivals in und außerhalb Lateinamerikas, war sie Begründerin der „Somos Guerreras“, einer Bewegung zur Stärkung von Frauen im Hip Hop. Außerdem unterstützt sie Radioprogramme wie zum Beispiel „Políticamente Incorrecta“ auf Da-radio.com, indem sie die Tabus der konservativen Gesellschaft aufdeckt und zur Sprache bringt. Außerdem hat sie Texte in Zeitschriften, wie zum Beispiel „La Revista de la USAC“, „Revista Literaria Voces Convergentes“, „Revista Imagina“, sowie in der Online-Zeitschrift „Te prometo Anarquía y Analista Independientes“ veröffentlicht. Einige Texte und Poesie ist in ihrem Blog „mujeres de bolsa grande y zapatos bajos“ zu finden.

Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin hat die studierte Soziologin einige Publikationen verfasst, die sich insbesondere mit urbanen und jugendlichen Identitäten in der Hip Hop Kultur beschäftigen. Die Achtung der Rechte von Indigenen, sowie der Schutzwürdigkeit von Natur klingen in ihrer Musik wie Verheißungen nach einer gerechteren, wacheren Gesellschaft. Neugierig?

Rein- und Zuhören, bitteschön:
soundcloud.com/rebeca-lane
www.reverbnation.com/rebecalane

BlogNo:08

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