Schokoladentour ? Tsirutami

by franzi_11  

ACOMUITA bietet für interessierte Touristen eine Schokoladentour an. ATEC (ein öko- und kulturtouristischer Reiseveranstalter mit Sitz in Puerto Viejo) gilt an der Karibikküste als Ansprechpartner für Interessenten. Die Tour findet in Spanisch statt, so können bisher nur Interessenten, die der spanischen Sprache mächtig sind, an dieser Tour teilnehmen.

Chefin Edith informiert die Gäste über die Entstehung der Organisation ACOMUITA sowie über die Entstehung der Schokoladenfirma Tsirushka. Außerdem gibt es für die Touristen interessante Informationen zur Tradition der Bribris und Cabecares. Die Rolle der Frauen ist dabei von entscheidender Bedeutung. Aber das wichtigste Thema kommt natürlich nicht zu kurz: welche Bedeutung Kakao für die Indigenen in Talamanca hat. Den Gästen wird selbstverständlich ein Kakao zum Probieren angeboten. Bei Bedarf stehen Zucker und Milchpulver bereit. Nach der Stärkung geht es zur nahe gelegenen Finca einer Nachbarin, die ihren Kakao ebenfalls an ACOMUITA verkauft. Hier gibt es eine Menge zu entdecken. Verschiedene Fruchtbäume wechseln sich mit medizinisch nutzbaren Bäumen ab. Als Trennung zwischen den Fincas gibt es cercas viveras (lebende Zäune), eine traditionelle Zuckerrohrpresse steht einsam im Wald und wartet darauf wieder auf Stengel um frischen süßen Saft zu produzieren.

An einem schattigen Plätzchen lassen sich die Gäste nieder und Edith erzählt wie der Kakao hier angepflanzt wird und wie eine typische Finca in Talamanca aussieht. Blickt man um sich, findet man Kakao in verschiedenen Farben. Die einzelnen Stadien bis zur Ernte werden den Gästen erläutet, ebenso wann geerntet wird und wie die Fermentation und Trocknung der Bohnen abläuft.

Nach der Rückkehr von der Finca folgt der praktische Teil mit Maruja. Die Gäste müssen sich natürlich aktiv beteiligen. Erst erfolgt die Röstung im Topf, die Gäste müssen auf die Bohnen achten, sonst brennen sie an. Danach werden die Bohnen grob gemahlen. Die Gäste müssen mit anpacken, von alleine passiert sonst nichts. Den schwierigen Teil bewältigt Maruja lieber allein. Beim traditionellen Entfernen der abgelösten Schale besteht die Gefahr, ein Großteil der Bohnen zu verlieren, wenn man dieser Technik nicht mächtig ist.

Danach kommen die Bruchstücke in eine weitere Mühle. Die Gäste sind hier für das Mahlen zuständig. Das Endprodukt ist dann eine feuchte Paste (Liquor), welche dann für das Kakaogetränk verwendet wird. Die Gäste dürfen den Kakao selbstverständlich als Bruchstück und als Liquor probieren. Es schmeckt bereits sehr gut trotz fehlenden Zuckers.

Danach werden noch die Produkte präsentiert und bei Interesse die Produktionsweise (die Weiterverarbeitung des Liquor) erläutert.

Zum Abschluss gibt es für die Gäste ein traditionelles Mittagessen sofern sie dieses bestellt haben und sie fahren dann zufrieden und mit hoffentlich viel Schokolade im Gepäck an die Karibikküste zurück.

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